Xaver Morgenstern

Ausgewählte Werke 1990-2015

Vita

Xaver Morgenstern wurde am 25.Juli 1958 (morgens kurz vor 06:00 Uhr) in Bad Orb geboren; als erster und einziger Sohn und als fünftes Kind. Sein Vater verwaltete den Gutshof "Entenfang", bis der Vater sich im 60sten Lebensjahr pensionieren ließ und die Familie 1959 in die obere Etage der Kammerdiener-Villa, in Birstein einzog. 1961 zog die Familie erneut um, nach Langen/Oberlinden. Dort besuchte Xaver bald die Grundschule und aufgrund der Einführung der Förderstufe, bereits drei Jahre später, die nahe gelegene Realschule. Seine Eltern waren mit den Leistungen und mit dem Zustand, dass Xaver nicht die gymnasiale Eignung bestanden hatte, nicht einverstanden.

1969 entschlossen sie sich daher, den inzwischen elfjährigen Xaver in ein Internat zu geben. Dem damaligen Hausarzt, dessen Sohn ebenfalls ein Internat besuchte, gelang es, die Eltern zu diesem Entschluss zu bewegen. Schloss-Rohlstorf, in der Nähe von Bad Segeberg, am Wader See, war der auserkorene Ort, an dem Xaver ab sofort persönlich aufblühte. Doch leider blieb auch hier der schulische Erfolg aus; so dass sich die Eltern kurzfristig für ein katholisches Jungeninternat entschieden, in welchem Xaver 7 Jahre seiner Jugend verbrachte. Bis ihn die Pater endlich kurz vor Ende der 12. Klasse rausschmissen.

Xaver, an dieser Stelle viel weniger verzweifelt, denn enttäuscht, vermied ab sofort den Kontakt zu seinen Eltern. Er war 19 Jahre alt, kellnerte in einer Nachtbar, lernte dort von einem Italiener wie Pizza gemacht wird, arbeitete dann drei Jahre später in Schicht- und Akkordarbeit bei den Reifenwerken Fulda. Als er 23 Jahre alt war, und nach einem nicht enden wollenden Streit mit seiner Freundin Uschi, ängstigte ihn das Gefühl, das Leben könne an ihm achtlos vorüberziehen, wenn er keinen Beruf erlernen würde. Er trennte sich ein wenig schwermütig, doch absolut zielorientiert von seiner langjährigen Freundin und zog nach Oberlinden, ins Elternhaus. Dort bewohnte er die nächsten drei Jahre den Keller. In dieser Zeit erlernte er am Frankfurter Flughafen den Beruf des Speditionskaufmanns.

Im 28-zigsten Lebensjahr heiratete er und war nach einigen Jahren Vater von drei Kindern, die ihm alle sehr ans Herz gewachsen waren. Mit 43 Jahren bewies sich Xaver als alleinerziehender Vater. Zum Malen und kreativen handwerklichen Arbeiten nahm er sich jetzt mehr Zeit. Zwischendurch verbrachte er einige Jahre in einer Motorrad-Clique, bis er spürte, dass dies nicht der optimale Ausgleich für ihn ist. Heute besinnt er sich wieder mehr des kreativen Schaffens; nicht nur der Malerei.